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Tiergestützte Therapie
Ausbildungszentrum NRW
Paula

Kinder und Jugend Seminare

Therapeutische tiergestützte Konzepte Kind und Hund

Im Bereich der Verhaltenstherapie wurden bereits gute Erfahrungen mit dem Einsatz von Hunden als therapeutische Begleiter gemacht, insbesondere bei Kindern und Jugendlichen mit Entwicklungsverzögerungen, Antriebsarmut bzw. Hyperaktivität und Verhaltensauffälligkeiten.

In der tiergestützten Therapie wird dem  Hund die Vermittlerrolle zwischen
Kind und Therapeuten zugesprochen. Es wird ein unbedrohliches, empathisches Tier als Katalysator für die Entwicklung adaptiver und zufriedenstellender sozialer Interaktionen eingesetzt. Besonders im Kontext mit Kindern und Jugendlichen wird die Möglichkeit gesehen, dass Tiere durch die Körpersprache, eher als der Erwachsene, die Kinder erreichen. Im direkten taktilen Kontakt mit dem Tier durch Anfassen, Streicheln und Liebkosen kann sich eine Atmosphäre von Wärme und Geborgenheit entwickeln. Es entsteht kein Druck, sich sprachlich äußern zu müssen, sie erfahren Akzeptanz in ihrer Eigenart und können somit Schwellenängste leichter abbauen.

Pädagogische tiergestützte Konzepte

Im pädagogischen Bereich sollten Hunde eingesetzt werden, um die kindliche Entwicklung durch positive Erfahrungen und Erlebnisse zu unterstützen. Sie können hilfreich sein, die Auswirkungen von zentralen Risikofaktoren für den Entwicklungsprozess, wie Einsamkeit, Konflikte und Vernachlässigung, zu verringern. Der Einfluss von Tierkontakten wirkt sich zudem positiv auf den menschlichen Lernprozess aus.

Während der Entwicklung von Kindern ist der Aufbau von Selbstbewusstsein und - vertrauen, Beziehungs- und Konfliktlösungsfähigkeiten und Selbstwertgefühl, neben dem Elternhaus, auch durch pädagogische Institutionen zu leisten. Die Beiträge zur Kompetenzentwicklung und Stabilisierung des Entwicklungsprozesses in allen Alterststufen kann von daher durch den Kontakt mit dem Hund in Schulen und Kindergärten geleistet bzw. erweitert werden.

Als Ergebnis der Fürsorge und Verantwortlichkeit für das Tier wächst die Fähigkeit zur sozialen Empathie. Durch sein Engagement erfährt das Kind. Zuwendung und Freude seitens des Tieres und Anerkennung der sozialen Umwelt und somit eine Stärkung seines Selbstbewusstseins. Eine emotionale und soziale Unterstützung kann durch den Tierkontakt erfolgen, indem das Kind die Erfahrung macht, das Tier als zuverlässigen „Freund und Leidesgenossen“ in belasteten Situationen zu erleben. Eine Entspannungssituation kann erfolgen, da das Tier, im Gegensatz zur Umwelt, keine Erwartungen und Ansprüche an das Kind hat. Im Umgang mit dem Tier, egal in welcher Altersstufe, erfährt das Kind oder der Jugendliche aber auch seine Grenzen und erlebt Enttäuschungen. Durch die Reaktionen des Tieres lernen sie, dass sie ihm mit Geduld, Ausdauer und Respekt begegnen müssen. So werden auf einfache Weise in der Interaktion mit dem Tier die eigenen Kompetenzen und deren Grenzen erfahren.

In der tiergestützten Therapie wird der Hund im Kontakt mit Kindern in Schulen und Kindergärten eingesetzt. Dadurch werden sie in den Bereichen Selbstbewusstsein, emotionales Wohlbefinden, Ausgeglichenheit, Fähigkeit zur Angstbewältigung, Konzentrationsfähigkeit, Regelbewusstsein, Fähigkeit zur Rücksichtnahme und Gemeinschaftsgefühl gefördert. Die Kinder lernen, körperliche Berührungen als etwas Positives zu erleben und die eigenen Bedürfnisse zu artikulieren. Beim Erarbeiten und Erteilen von Kommandos mit dem Tier üben sie, ihren Willen deutlich zu machen und auf ein Lebewesen einzugehen. Durch spezielle Übungen entwickelt sich im Kind das  antizipatorische  Denken, z. B. wenn es in Kooperation mit dem Hund verschiedene Raumpositionen einnimmt. Vor allem aber wird dem Kind das Erlebnis vermittelt, akzeptiert und wichtig zu sein.

Es ist zu beachten, dass nicht der Besitz eines Tieres für die positive Entwicklung des Kindes entscheidend ist, sondern die Beschäftigung und das in den Interaktionen empfundene Mitgefühl für ein Tier.

Bisherige Erfahrungen haben gezeigt, dass es notwendig ist, für die Trainingseinheiten eigene, regelmäßig, festgelegte Stunden zur Verfügung zu haben, die in den Stundenplan integriert werden sollten.

Vorgegebene Ziele (z.B. Konzentrationstraining) werden in Kleingruppen in Kooperation mit der Gruppenleitung erarbeitet.

Für Details setzten Sie sich bitte mit uns in Verbindung Kontakt.
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